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Hausbesuch bei 24-Stunden-Betreuung: Was Angehörige wissen sollten

Öffentlicher Hausbesuch, Wunschhausbesuch und Qualitätsvisite verständlich erklärt.

Drei Arten von Hausbesuchen unterscheiden

Wer eine 24-Stunden-Betreuung organisiert, begegnet häufig dem Begriff „Hausbesuch“. Gemeint sein können unterschiedliche Termine: ein öffentlicher Hausbesuch zur Qualitätssicherung, ein kostenloser Wunschhausbesuch oder eine Qualitätsvisite im Rahmen der laufenden Begleitung durch eine Vermittlungsagentur. Für Angehörige ist es hilfreich, Zweck und Zuständigkeit vorab zu klären.

Dieser Beitrag erklärt die öffentlichen Angebote anhand der Informationen österreichischer Behörden und gibt praktische Anregungen für die Vorbereitung. Über Förderansprüche entscheidet die zuständige Stelle; medizinische Fragen gehören zu den behandelnden Fachpersonen.

Öffentliche Qualitätssicherung zu Hause

Das Sozialministerium organisiert die Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege über ein Kompetenzzentrum bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen führen Hausbesuche durch und erfassen die konkrete Versorgungssituation anhand eines standardisierten Situationsberichtes.

Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbeziehern kann nach einer Zufallsauswahl ein kostenloser, freiwilliger Hausbesuch angeboten werden. Ein kostenloser Besuch auf Wunsch ist ebenfalls möglich. Die öffentliche Information nennt dafür das Kompetenzzentrum Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege als Anlaufstelle.

Bei einer Förderung der 24-Stunden-Betreuung ist die Situation anders: Laut oesterreich.gv.at sind Hausbesuche eine Voraussetzung für die Gewährung der Förderung. Das Sozialministerium beschreibt sie zugleich als Beratungsangebot zur Sicherung der Betreuungsqualität. Wer betroffen ist und wie der Termin organisiert wird, sollte mit der zuständigen Stelle geklärt werden.

Welche Themen werden besprochen?

Das Sozialministerium nennt sechs Bereiche, die bei der Erhebung der häuslichen Versorgung berücksichtigt werden: funktionale Wohnsituation, Körperpflege, medizinisch-pflegerische Versorgung, Ernährung einschließlich Flüssigkeitszufuhr, hygienische Wohnsituation sowie Aktivitäten, Beschäftigung und Sozialleben. Im Mittelpunkt stehen die tatsächliche Situation, Information und Beratung.

Für Angehörige kann der Termin helfen, offene Fragen im Alltag sichtbar zu machen. Er ersetzt aber keine medizinische Beurteilung oder individuelle Pflegeplanung durch zuständige Fachpersonen.

Praktische Vorbereitung

  • Notieren Sie den Tagesablauf und die Tätigkeiten, bei denen Unterstützung benötigt wird.
  • Halten Sie wichtige Kontakte und vorhandene Vereinbarungen über Aufgaben bereit.
  • Schreiben Sie konkrete Fragen zu Wohnsituation, Mobilität, Ernährung und Zusammenarbeit auf.
  • Schildern Sie Schwierigkeiten realistisch, damit Beratung an der tatsächlichen Situation ansetzen kann.

Wenn sich pflegende Angehörige psychisch belastet fühlen, kann im Rahmen der öffentlichen Qualitätssicherung auch ein Angehörigengespräch angeboten werden. Die offizielle Information nennt Gespräche zu Hause, an einem anderen Ort, telefonisch oder online als Möglichkeiten.

Öffentlicher Hausbesuch oder Qualitätsvisite?

Ein öffentlicher Hausbesuch des Kompetenzzentrums ist von der laufenden Begleitung durch eine Vermittlungsagentur zu unterscheiden. PflegeAustria beschreibt unter Leistungen regelmäßige Qualitätsvisiten durch diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal. Dabei geht es um die Begleitung der vereinbarten Betreuung und die Unterstützung bei der Dokumentation.

Fragen Sie vor jedem Termin, wer ihn durchführt, in wessen Auftrag er stattfindet und welche Unterlagen benötigt werden. So lassen sich die verschiedenen Besuchsarten passend vorbereiten.

Nächste Schritte für Angehörige

Wenn Sie eine Betreuung vorbereiten, sammeln Sie zunächst den Unterstützungsbedarf und die organisatorischen Rahmenbedingungen. Der Kostenrechner bietet eine unverbindliche Orientierung zu den veröffentlichten Kostenbestandteilen. Für die persönliche Klärung steht die Beratung von PflegeAustria zur Verfügung.

Regionale Informationen finden Sie etwa für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Einen öffentlichen Hausbesuch oder eine Förderfrage klären Sie direkt mit der zuständigen Stelle.

Stand: 16. Oktober 2026. Offizielle Quellen: oesterreich.gv.at: Qualitätssicherung und Angehörigengespräch · Sozialministerium: Qualitätssicherung.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine medizinische, pflegerische oder rechtliche Einzelfallberatung.

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