Die wichtigsten Fragen zur 24-Stunden-Betreuung – einfach erklärt

Was genau ist eine 24-Stunden-Betreuung?

Bei der 24-Stunden-Betreuung lebt eine Betreuungsperson im Haushalt der pflegebedürftigen Person. Sie ist durchgehend ansprechbar – tagsüber aktiv, nachts bei Bedarf. Die Betreuung umfasst pflegerische Hilfe, Hilfe im Alltag und Unterstützung im Haushalt. Es handelt sich um ein Modell, bei dem die Betreuungsperson selbstständig tätig ist, natürlich mit Gewerbeschein.

Wer eignet sich für diese Form der Betreuung?

Die 24-Stunden-Betreuung passt zu Menschen, die gerne zu Hause bleiben möchten – obwohl sie allein nicht mehr zurechtkommen. Oft handelt es sich um ältere Personen, die Hilfe beim Aufstehen, bei der Hygiene, beim Essen oder bei der Orientierung benötigen. Auch bei beginnender Demenz oder nach einem Krankenhausaufenthalt kann diese Form der Betreuung sinnvoll sein.

Wie funktioniert der Wechsel der Betreuungspersonen?

Die Arbeit als Pflegerin oder Pfleger ist sehr fordernd, daher arbeiten in der Regel zwei Betreuungspersonen im Rhythmus von 14 bis 28 Tagen im Wechsel. Während eine Person vor Ort ist, hat die andere frei. PflegeAustria sorgt für eine zuverlässige Koordination, damit der Wechsel reibungslos funktioniert.

Wer sind die Betreuungspersonen?

Die Betreuungspersonen sind selbstständig tätig, legal angemeldet und über das Gewerbe „Personenbetreuung“ registriert. Sie kommen aus Osteuropa, sprechen ausreichend Deutsch und sind erfahren. Wir bei PflegeAustria achten sehr darauf, dass Betreuungspersonen fachlich und menschlich zur Situation passen.

Was kostet die Betreuung?

Die monatlichen Kosten beginnen bei etwa 3.000 Euro – wovon die Förderungen und das Pflegegeld abgezogen werden – und hängen unter anderem davon ab, wie hoch der Betreuungsbedarf ist. PflegeAustria legt alle Kosten offen. Es gibt keine versteckten Zuschläge.

Gibt es eine Förderung?

Ja. Der Staat fördert die 24-Stunden-Betreuung mit derzeit 800 Euro pro Monat. Die entsprechenden Kriterien pro Bundesland haben wir in diesem Beitrag behandelt. Gerne informieren wir Sie auch persönlich über die Besonderheiten des Bundeslandes, in dem Sie leben, und helfen beim Antrag.

Wie schnell kann Betreuung beginnen?

In akuten Fällen ist ein Start binnen weniger Tage möglich – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn Angehörige plötzlich ausfallen. Wir besprechen, was gebraucht wird, und organisieren so rasch wie möglich die passende Betreuungskraft.

Was passiert, wenn es nicht passt?

Dann sprechen wir offen darüber. Es kann vorkommen, dass die Chemie zwischen der betreuenden und der betreuten Person nicht stimmt. Wir stehen in solchen Fällen natürlich zur Verfügung, klären die Situation – und organisieren bei Bedarf einen Wechsel. Niemand muss sich bei uns mit einer unpassenden Betreuung abfinden!

Muss ich etwas vorbereiten?

Nein. Wir übernehmen alle organisatorischen Schritte. Sie erzählen, wie die Situation zu Hause aussieht – alles Weitere klären wir gemeinsam. Wenn Unterlagen fehlen oder Fragen offen sind, helfen wir Schritt für Schritt weiter.

Bleibt PflegeAustria auch nach Beginn erreichbar?

Ja, und das ist besonders wichtig. Wir begleiten jede Familie über die gesamte Dauer hinweg. Ich bleibe Ihre Ansprechpartnerin – auch dann, wenn sich etwas ändert oder Schwierigkeiten auftauchen.

Was ist bei medizinisch-pflegerischen Herausforderungen wie PEG, Katheter oder Dekubitus?

Viele Menschen, die zuhause betreut werden, haben komplexere pflegerische Bedürfnisse – zum Beispiel eine PEG-Sonde, einen Katheter, ein Tracheostoma oder sind durchgehend bettlägerig und dadurch dekubitusgefährdet.

Diese Situationen erfordern besondere Aufmerksamkeit und ein gutes Zusammenspiel zwischen der Betreuungsperson und diplomiertem Pflegepersonal. Bei PflegeAustria besprechen wir genau, was notwendig ist – und ob die Betreuung zuhause unter diesen Bedingungen machbar ist.

Die Betreuungskraft ist keine Pflegefachkraft, kann aber bestimmte Tätigkeiten übernehmen – zum Beispiel Hilfestellung bei der Körperpflege, beim Lagern oder beim Verbandwechsel, wenn dieser ärztlich delegiert wurde. Für spezielle medizinische Maßnahmen ziehen wir mobile Pflegedienste oder diplomiertes Pflegepersonal hinzu.