Viele Menschen betreuen ihre Angehörigen über Monate – manchmal über Jahre – neben Beruf, Familie, Haushalt. Das führt zwangsläufig in die Überforderung, zu Spannungen und Problemen. Diese Situation lässt sich lösen!

„Es geht schon irgendwie.“ Oder: „Ich will niemanden im Stich lassen.“ Das sind typische Sätze von Menschen, die ihre Eltern pflegen. Bis zur Selbstaufgabe. Denn irgendwann wird es einfach zu viel.

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie 24-Stunden-Betreuung helfen kann – nicht nur der betreuten Person, sondern auch den Angehörigen. Die ganze Familie profitiert!

Verantwortung teilen, nicht abgeben

Viele glauben, dass Betreuung durch eine Agentur bedeutet, die Verantwortung abzugeben.
Das Gegenteil ist der Fall: Sie stehen zu Ihrer Verantwortung. Denn die Betreuungsperson übernimmt Aufgaben, die täglich anfallen – vom Anziehen über das Mittagessen bis zur Medikamentenbesorgung. Sie ist da, wenn Sie als Angehöriger oder Angehörige arbeiten, schlafen oder einfach einmal Luft holen müssen und Ihre Batterien aufladen.

Ganz oft höre ich: “Seit wir uns entschlossen haben, die Hilfe durch eine Pflegerin in Anspruch zu nehmen, bleibt wieder mehr Zeit und Energie, Familie zu sein.”

Wieder Tochter oder Sohn sein dürfen

Wenn man sich um alles kümmern muss – Pflege, Waschen, Windeln, Organisieren –, bleibt für Nähe oft keine Kraft. Man ist dann nicht mehr Tochter, sondern Pflegerin. Nicht mehr Sohn, sondern Betreuer. Man ist nicht mehr Familie, sondern gefangen in einem Hamsterrad der zermürbenden Pflichten.

Wenn eine Betreuungsperson da ist, kann sich das verändern. Man kommt wieder bei den Eltern vorbei, um zu plaudern. Nicht um zu putzen. Man besucht, statt zu versorgen. Man freut sich wieder darauf, einander zu sehen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Viele Angehörige merken erst dann, wie sehr sie ihre eigentliche Rolle vermisst haben.

Kein schlechtes Gewissen

Der häufigste Satz, den ich höre, wenn endlich die Entscheidung zur professionellen Pflege gefallen ist: „Ich hätte früher Hilfe holen sollen.“ Aber das ist leichter gesagt als getan. Die Sorge, die Betreuung des eigenen Familienmitglieds in professionelle Hände zu geben und jemand Fremdem zu vertrauen, sitzt tief – besonders bei Eltern oder auch Ehe-Partnerinnen oder -Partnern.

Wichtig ist zu verstehen: Eine Betreuungskraft ist kein Familienmitglied. Sie hilft Ihnen aber dabei, wieder Familie zu werden. Sie schafft wieder Raum für liebevolle familiäre Beziehungen.

Über mich

Ich bin Daniela Steinbrugger. Ich spreche mit vielen Angehörigen – oft befinden sie sich schon am Rand der Erschöpfung. Ich verstehe, was es bedeutet, sich zu kümmern. Und ich weiß, wie viel schon ein Schritt entlasten kann. Wenn Sie das Gefühl haben, es wird zu viel: Rufen Sie mich an.