Eine gute Betreuung lebt nicht nur von Fachwissen. Sie lebt von der menschlichen Verbindung, vom Vertrauen. Und Vertrauen entsteht dort, wo Menschen einander mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen.

Ich begleite viele Betreuungssituationen über Monate und Jahre. Dabei sehe ich:
Wie mit Betreuungspersonen umgegangen wird, hat direkten Einfluss auf die Qualität der Betreuung. Nicht, weil jemand nur dann „gut arbeitet“. Sondern, weil Würde und Wertschätzung Grundbedingungen sind – auf beiden Seiten.

Eine Partnerschaft auf Zeit

24-Stunden-Betreuung ist ein sehr besonderes Modell. Eine fremde Person zieht bei jemandem ein, schläft im Nebenzimmer, teilt Küche und Alltag. Das ist für beide Seiten eine Herausforderung. Und es braucht ein bisschen Zeit, bis Vertrauen entsteht.

Die Betreuungskraft ist nicht „Personal“. Sie ist Teil eines Alltags, übernimmt Verantwortung, aber hat auch eigene Bedürfnisse. Sie hat eine eigene Familie, sie hat Sorgen. Und sie arbeitet oft viele Wochen am Stück ohne echten Feierabend. Pflegekraft zu sein ist ein enorm fordernder Job, körperlich und mental!

Was Pflegekräfte brauchen, um gut arbeiten zu können

Es sind oft Kleinigkeiten, die den Unterschied machen: ein nettes Zimmer. Klare Informationen über Medikamente, und manchmal auch ein Danke nach einem langen Tag.

Wichtig ist auch eine Gesprächskultur, in der man Dinge ansprechen darf. Wenn ich mit den Pflegerinnen und Pflegern bei PflegeAustria spreche, versuche ich ihnen den Druck zu nehmen, immer alles „perfekt” zu machen. Denn es gibt keine Perfektion, wenn Menschen arbeiten. Es gibt ehrliches Bemühen, es gibt Einsatz, Loyalität, Kompetenz, Aufrichtigkeit. Das ist wichtig. So erreichen wir das Ziel unserer Arbeit: jeden Tag aufs Neue gemeinsam einen guten Alltag zu schaffen, für den betreuten Menschen.

Ich sehe oft, wie schnell ein gutes Miteinander entsteht, wenn Ehrlichkeit, Offenheit und Respekt die Atmosphäre bestimmen.

Über mich

Ich bin Daniela Steinbrugger. Ich begleite Betreuungssituationen – nicht nur am Anfang, sondern auch im Alltag, in der Zusammenarbeit von Betreuten und Betreuenden, in der Zusammenarbeit mit Familien. Und ich bin natürlich da, wenn es einmal haken sollte.