Alle Vor- und Nachteile der beiden Varianten im Überblick. Eine Hilfe bei einer sehr wichtigen – und manchmal auch schweren Entscheidung.

Es gibt keine allgemeingültige Antwort, ob die Pflege zuhause oder im Heim besser geeignet ist. Was passt, hängt davon ab, wie jemand lebt, was wichtig ist, wie mobil die Person noch ist – und auch davon, wie das soziale Umfeld aussieht.
Ich möchte in diesem Beitrag ein paar Überlegungen teilen, die ich aus vielen Gesprächen mit Familien mitgenommen habe.

Was spricht für ein Pflegeheim?

Ein Heim kann für Menschen gut funktionieren, die noch mobil sind, gern unter Leuten sind, sich auf neue Abläufe einstellen können.
Dort gibt es Tagesstruktur, betreutes Essen, Gemeinschaftsaktivitäten – und auch medizinische Versorgung direkt vor Ort.

Aber: Viele merken erst nach dem Umzug oder wenn sich der gesundheitliche Zustand verschlechtert, dass der Alltag dort doch anders aussieht als erhofft. Denn oft ist eine Pflegekraft für 12 bis 15 Personen zuständig. Wer nicht mehr mobil ist, verbringt die meiste Zeit allein im Zimmer. Dann dreht sich der Vorteil des Heims in einen Nachteil um. Man hört oft von älteren Personen: „Man liegt dann einfach da – und das war’s.“

Was spricht für die Betreuung zuhause?

Zuhause zu bleiben heißt: im eigenen Bett schlafen, den Tagesrhythmus selbst bestimmen, vertraute Wege gehen. Den Kaffee in der bekannten Konditorei trinken, den gewohnten Ausblick aus dem Fenster haben.
Das ist besonders wichtig bei Menschen mit Demenz – die brauchen Orientierung, Rituale, Nähe. In einem Heim kann das sehr schwierig werden.

Bei der 24-Stunden-Betreuung kommt eine Betreuungsperson ins Haus. Sie hilft beim Aufstehen, bei der Körperpflege, beim Essen, beim Anziehen, im Haushalt. Und im Mittelpunkt der Betreuung steht immer die zu betreuende Person. Das macht einen großen Unterschied.

Und wenn man es einfach ausprobiert?

Ich höre oft: „Wir sind uns nicht sicher, was passt.“
Dann sage ich: Probieren Sie es. Es muss nicht alles gleich für immer entschieden sein. Manche testen die Betreuung zuhause – und merken erst dann, ob es funktioniert.

Was wichtig ist: dass die Entscheidung nicht aus Angst oder Zeitdruck getroffen wird.

Über mich

Ich bin Daniela Steinbrugger. Ich begleite Familien in diesen Entscheidungssituationen. Ich stelle Fragen, höre zu, rechne vor, denke mit. Wenn Sie überlegen, wie es bei Ihnen weitergehen kann, rufen Sie mich an. Ich helfe Ihnen, den für Sie richtigen Weg zu finden.